Thursday, 26. april 2012 4 26 /04 /Apr. /2012 01:03

Helllooooo :-)

Springbreak ist schon wieder vorbei und der Alltag hat mich wieder. Wir haben unsere Ferien im warmen verbracht. Erstmal sind wir nach Texas geflogen, um Familie von meinem Gastvater zu besuchen und dann ein paar Tage später ging es auch schon weiter mit dem Auto und dann aufs Schiff und mit dem Schiff nach Mexiko. Mit unserem Schiff haben wir zwei Stops gemacht. Einen in Cozumel und einen in Progresso. Die restlichen Tage waren wir auf dem Schiff und haben einfach nur gechillt. In den Städten waren wir dann Shoppen und am Strand, wo wir Bananenboot fahren waren und im Wasser auf Trampolinen gesprungen sind. Alles hat super viel Spaß gemacht und es war einfach schön in der Sonne zu liegen und schwimmen zu gehen, wann immer man wollte. Auf dem Schiff haben wir viele neue Leute kenngelernt von überall her. Ich habe sogar Leute irgendwo in Mexico City kennengelernt, die aus Deutschland kamen. Auf dem Schiff gab es viele Attraktionen, wie zum Beispiel verschiedene Pools und Hot Tubs, Rutschen, Discos, Abends draußen Filme gucken,... Das Beste war natürlich das Essen. Mexikanisches Essen ist einfach sooo gut. Und auf dem Schiff konnte man so viel Eis ess wie man nur wollte, das war auch echt super gut. Einen Abend haben Alyssa und ich sogar draußen auf dem Deck geschlafen. Rundum war es ein sehr schöner Urlaub!!!

Jetzt in den letzen paar Wochen steht noch so viel an. Prom ist auf dem Weg und darauf freue ich mich echt schon total. Wir haben vor mit unserer Truppe eine Limo zu buchen, mal sehen, ob wir das wirklich hinbekommen! Und dann kommt bald auch schon Graduation. Das wird bestimmt auch eine super tolle Erfahrung, mit meinem Gewand und meinem kleine Abschluss- Hut mein Zeugnis in empfang zu nehmen. Richtig amerikanisch halt!

Ich hoffe euch geht es allen gut! Ich kann mich auf jeden Fall nicht beklagen. Klar hört sich mein Leben hier echt gechillt an, das heißt aber nicht, dass ich hier nicht auch so gut wie jeden Tag Tests schreiben muss, morgens um 5.30 aufstehen muss und nach der Schule jeden Tag Fußballtraining habe und ungefähr 3 Spiele in der Woche habe. Aber ehrlich gesagt macht mir das gar nichts aus, weil jeden Tag, wenn ich um 5.30 aufstehe weiß ich, dass ich in eine amerikanische Schule gehen, jeden Tag Fußballtraining habe, ein Spiel oder mir irgendetwas Neues auffält wo ich mir denke: "Krass, so läuft das hier also ab!" Diese Momente sind zwar nicht mehr so oft wie am Anfang, aber sie sind noch da und das macht sie so besonders. Und davon abgesehen... Jeden Tag aufzuwachen und zu wissen, ein Tag ist wieder vorbei, macht mich zwar traurig, aber dir Vorfreude auf Zuhause wird immer größer. Jedes Mal, wenn ich nur daran denke, klopft mein Herz schneller und ich werde ganz aufgeregt. Endlich wieder mit Mama und Papa zu schmusen (Jaa, schmusen mit Mami und Papi fehlt mir echt sehr), ein Spielchen mit Oma spielen, mit meinen Geschwister ins Kino zu gehen und mit meinen Freunden Zeit zu verbringen, DARAUF FREUE ICH MICH TOTAL!

Liebe Grüße, Umarmungen und Küsse.

Bid ganz bald,

Eure Lea :-)

Monday, 19. march 2012 1 19 /03 /März /2012 02:15

Hallo ihr Lieben,

das ist jetzt echt schon eine Weile her, dass ich euch schreibe, aber irgendwie finde ich nie so viel Zeit um mich einfach mal hinzusetzen um zu schreiben. Jetzt habe ich einfach mal alles liegen gelassen und fange mal an, doch da es schon so lange her ist, weiß ich gar nicht wo..

Eigentlich kann ich auch nur gutes berichten. Schule läuft super, mit meiner Gastfamilie ist sowieso alles gut und sonst gehts mir auch richtig gut. Morgen habe ich Try Outs für Fußball und bin ein bisschen nervös, naja werde ja sehen ob ich das Team mache oder nicht. Die letzte Woche hat es mich ein bisschen erwicht mit Grippe und allem, da das Wetter sich von jetzt auf gleich total geändert hat. Von super kalt zu super warm und wieder zurück.

Letztens Wochenede war ich bei einem Konzert von Secendhand Serenade und Boyce Avenue, was mega gut war und selbst ein paar Freunde von mir haben mit ihrer Band ein paar Tage vorher dort gespielt.

Jetzt sind es auch nur noch weniger als 3 Moante und dann komme ich auch schon wieder nach Hause, wie schnell ging das denn bitte? Gestern waren wir in Waukesha bei meiner lokalen Beraterin, weil sie eine Party für alle Neuen gemacht hat, die für das zweite Semester gekommen sind und hat uns "Alte" auch dann eingeladen. Das war super und hat auch echt viel Spaß gemacht, so viele neue Leute von überall her kennenzulernen. Am Freitag war Senior Ball und das war auch echt edel. Die Fete war in einem riesigen Gebäude, wo normalerweise Hochzeiten gehalten werden und ich habe sogar ein Subway Geschenkkarte gewonnen, wie super ist das denn?! Auf jeden Fall ein gelungener Abend.

Alyssa und ich sind unzertrennlich, im guten Sinne und verstehen uns echt gut. Mit Kaile versuche ich natürlich auch so viel Zeit wie möglich zu verbringen. Ganz oft ist das aber schwer, da sie viel mit Volleyball zutun hat.

Gerade ist es zwar erst einmal halb 9, aber trotzdem gehe ich jetzt schonmal langsam ins Bett. Ich versuche euch auf jeden Fall sehr bald nochmal neue Sachen zu berichten und nicht erst wieder, wenn ich schon fast wieder Zuhause bin.

Fühlt euch ganz lieb umarmt.

Eure Lea

Wednesday, 11. january 2012 3 11 /01 /Jan. /2012 03:10

Hallo ihr Lieben,

Silvester war eigentlich ganz normal, also wie wir das auch feiern. Wir hatten halt Freunde und Familie bei uns und haben zusammen gegessen, Spiele gespielt und einfach ein bisschen gefeiert. Eigentlich wollten wir dann am 1. Januar in Kostümen in den Lake Michigan springen (Tradition), was dann aber abgesagt wurde, weil es viel zu kalt war. Es lag so viel Schnee, das wir dann Schlittenfahren gegangen sind, das war auch super lustig. Mitlerweile ist der gante Schnee aber leider schon wieder weg. Aber Schnee ist gemeldet, ich habe also noch Hoffnung! Letzten Freitag sind Alyssa und ich nicht zur Schule gegangen, weil wir mit Bari, ihrem Vater und ihrem Bruder nach Kentucky gefahren sind, was ca. 9 Stunden gedauert hat. Wir haben einige Stops in Indiana und Chicago gemacht. Am Samstag haben wir dann eine Tour mitgemacht. Alyssa und Bari sind durch Mammoth Cave gegangen und haben einige Sachen besichtigt und John, Brad und ich haben eine Cave Tour mitgemacht, bei der wir einen Overall + Ausrüstung und Helm + Lampe tragen mussten. Wir sind dann in Mammoth Cave über, unter und alles geklettert. Wir sind durch manche Spalten gekrochen, die nur ca. 40 cm hoch waren. Ich habe gedacht ich würde an meine Grenzen stoßen, aber wenn man einmal drin ist, dann fühlst du dich sogar 'wohl'. Ich habe so viele ekelhafte Spinnen gesehen, aber bis jetzt ist noch kein Herpes in Sicht. Die Tour war 7 Stunden lang, aber es war super. Ich werde bald ein paar Bilder hochladen, sobald ich ein bisschen mehr Zeit habe, damit ihr euch das ein bisschen besser vorstellen könnt.

Tut mir leid, dass ich so kurz angebunden bin, aber nächste Woche stehen die Finals an und ich muss ja wenigstens so tun, als ob ich was dafür tue. Nein Spaß, Hausaufgaben, Musical und Soccer ist schon echt viel. Am Freitag fahren wir dann das erste mal mit dem Skiclub ins Skigebiet und spätestens danach werde ich euch neue Sachen berichten.

Ein dickes Küsschen an euch und viele liebe Grüße! :-)

Saturday, 31. december 2011 6 31 /12 /Dez. /2011 19:16

Vor gut einer Woche haben wir Weihnachten gefeiert, was so ablief:

Am 24. Dezember haben wir Abends mit der ganzen Familie einen Weihnachtsfilm geguckt und danach durften wir ein Geschenk aufmachen. Kaile war wegen Weihnachten sowieso schon ganz aus dem Häuschen und hat sogar alle Geschenke unter dem Weihnachtsbaum nach Namen geordnet, um zu sehen, wer denn die meisten Geschenke bekommen würde. Uns andere hat das alle ein bisschen genervt und Alyssa und ich haben uns dann sowas ausgedacht. Wir sind zu Piggly Wiggly gefahren, das ist sowas wie Aldi, und haben einen riesigen Karton geholt. Unten haben wir dann Steine reingeklebt, um das 'Geschenk' schwerer zu machen. Danach haben wir noch Klopapierstreifen reingetan und ein paar Schnipsel und dann ganz unten an die Seite eine kleine eingepackte Lotion reingeklebt, den Karton zugeklebt und mit Geschenkpapier verschönert. Und wie gesagt, am 24. Dezember durften wir ja ein Geschenk aufmachen. Kaile hat sich natürlich das Größte ausgesucht, auf gemacht und war anfangs dann doch etwas enttäuscht. Nachher hat sie aber dann doch drüber gelacht, durfte aber trotzdem erst am nächsten Tag die weiteren Geschenke auspacken. Am 25. morgens ging es dann weiter. Nachmittags kam dann der ganze Rest der Familie, wir haben zusammen gebetet und dann zusammen gegessen. Danach haben die Erwachsenen für uns so ein kleiner Ratespiel gemacht, wo wir dann im Haus nach kleinen Geschenken suchen mussten. Das hat alles echt Spaß gemacht und mit den Geschenken haben sich auch alle echt was überlegt. Ich habe zum Beispiel von meiner Gastfamilie eine elektrische Decke geschenkt bekommen, weil ich hier immer friere. Abends, wurde dann das traditionelle Packergame (Football) geguckt.

Ich habe mir eigentlich gedacht, dass so Weihnachten eine der komischsten Zeiten sein würde, doch irgendwie hat es sich nicht so ganz nach Weihnachten angefühlt. Es wurde dann nur was schwerer, als ich dran gedacht habe, wie wir denn jetzt Zuhause Weihnachten feiern würden, was einfach feierlicher und herzlicher abläuft. Trotz all dem, war es eine super Erfahrung mal Weihnachten in Amerika zu verbringen, kann ja auch nicht jeder von sich behaupten.

Ich hoffe ihr hattet alle ein super schönes Weihnachtsfest, auch wenn ich gehört habe, dass das Wetter nicht so schön gewesen sein soll.

Am Donnerstag danach hat die Lea mich dann abgeholt und wir sind zusammen zu ihrer Gastfamilie gefahren, so habe ich die dann auch mal kennengelernt. Die sind super lieb und die Kinder sind einfach zu süß. Ich habe dann da übernachtet und am nächsten Tag hat die Lea mich dann nach Downtown Chicago gefahren, damit ich da meine Gastfamilie treffen kann. Wir sind dann da in einem Hotel gewesen und bis Freitag dageblieben. Das war so schön, in Chicago mit den ganzen Lichtern, den gigantischen Hochhäusern. Wir waren was shoppen und im Hotelpool schwimmen. Freitags wollten wir eigentlich auf den Willis Tower, doch dann war es leider was nebelig und das hätte sich dann nicht gelohnt, fahren wir dann halt bald nochmal nach da meinten meine Gasteltern.

Als wir wieder bei uns in Sussex angekommen sind, wurden wir erstmal vom Schnee überrascht, alles weiß draußen.

Heute bekommen wir dann noch Besuch von Familie und Freunden, um ins Neue Jahr reinzufeiern. Wie das abgelaufen ist, erzähle ich euch aber dann im nächsten Brief.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr, Gesundheit und was alles dazu gehört.

Viele liebe Grüße und ein dickes Küsschen,

eure Lea :-)

Wednesday, 30. november 2011 3 30 /11 /Nov. /2011 02:46

Und jetzt ist auch schon Thanksgiving um.. Wie schnell die Zeit einfach vergeht. Und so lief es ab:

Lasst euch mal kurz einen typisch amerikanischen Film einfallen, indem Thanksgiving gefeiert wird- jaa genauso ist das bei mir abgelaufen. Truthahn, Matschkartoffeln, Sauerkraut, Kürbiskuchen, und und und. Wir haben den Abend bei meiner Gasttante Pam verbracht und da war dan so gut wie die ganze Familie. Alyssa konnte leider nicht mir, weil sie arbeiten musste. Am nächsten Tag sind wir dann ganz früh aufgestanden, um am Black Friday günstig shoppen gehen zu können. Da werden immer alle möglichen Angebote präsentiert, damit man schonmal ein paar gute Weihnachtsschnäppchen ergattern kann. Nach dem langen Wochenende hat dan heute schon wieder die Schule angefangen.

 

Der Weihnachhtsbaum steht schon im Wohnzimmer, eingepackte Weihnachtsgeschenke liegen in der hintersten Ecke im Schrank und überhaupt wird alles weihnachtlicher. Letztens hat es sogar schon wieder geschneit. Mir geht es auf jeden Fall super hut hier, trotzdem merkt man schon, dass man manchmal was trauriger ist oder eher gesagt anfälliger ist. Es wird immer so früh dunkel und am liebsten möchte man mit Mama und Papa auf der Couch liegen und einen Film gucken, mit seinen Geschwistern auf den Weihnachtsmarkt gehen oder mit den Omas quatschen. ABER, ich bin davon überzeugt, dass das im Moment einfach ein Phase ist, indem man alles noch ein bisschen mehr vermisst, als man es sonst schon tut. Sowas hat man halt mal.

 

In der Schule hat sich nicht großartig viel geändert. Die Cheerleader bleiben Cheerleader, lackieren sich die nägel im Unterricht, die Footballspieler bleiben Footballspieler und sind einfach nur 'cool', die strebhaften Schüler haben sogar während dem Lunch ihren Kopf im Mathebuch und alle anderen passsen sich auch ihren Gruppen an.Jeden Tag stehen die selben Fächer auf dem Plan und jeden Tag nach der Schule ist Fußballtraining angesagt. Ab Dezember spiele ich dann auch Futsal mit ein paar Freunden als Team an einem College. Seit ein paar Tagen laufen einige Auditions für das Musical 'Die Schöne und das Biest', was wir dann mit der Schule aufführen. Langweilig wird mir hier also vorerst nicht!

 

Ich hoffe euch geht es allen gut und ihr kommt auch schon so langsam ein bisschen in Weihnachtsstimmung, jetzt, wo doch bald schon Dezember ist. Fühlt euch alle ganz lieb gegrüßt und ich freue mich immer von euch zu etwas zu hören!

Bis bald wieder, eure Lea

Friday, 28. october 2011 5 28 /10 /Okt. /2011 04:17

So langsam wird es nochmal Zeit etwas Neues zu schreiben. Gerade komme ich von einem Haunted House nach Hause. Das ist so eine Art Geisterhaus. Das ganze hat in einer leeren Schule (Oconomowoc Haunted High) gespielt. Ich ging vorne, meine Gastschwester Alyssa hinter mir, dahinter eine Freundin (Bari) und zum Schluss dann noch ihr Vater. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.. Wir kamen also dann rein und mussten ein kleines Treppenhaus nach unten gehen, wo dann auf einmal ein Mädchen lag, blutüberströmt. Danach ging es weiter in die dunklen Räume. Jeder Raum hat seine eigene kleine Geschichte erzählt und hat im entferntesten immer etwas mit Schule zutun. In einem Raum, was mich seeehr erschrocken hat, war, dass ein Mädchen auf einer OP- Liege lag und als wir an ihr vorbeigegangen sind angefangen hat zu zucken und komische Geräusche zu machen. Hinter so gut wie jeder Ecke kam jemand hervor gesprungen. Man konnte es eigentlich erahnen, aber trotzdem hat man sich immer wieder erschreckt. Und ich Schissbux auch noch ganz vorne. Damit sich unsere Augen nicht an die Dunkelheit gewöhnen kamen manchmal wie aus dem Nichts so ganz helle Blitze und alles war wieder ganz dunkel. Relativ zum Schluss kamen wir dann in so eine Art Aula der Schule, wo Skelette die Show 'GLEE' imitiert haben. Wir wurden dann nach vorne geholt und mussten Blues tanzen, vor allen Leuten. Es war peinlich, aber hat auch total viel Spaß gemacht. Und da uns da sowieso keiner kannte, hat es noch um so mehr Spaß gemacht! Als wir aus der Aula gegangen sind, haben wir dann unser Schul Diplom bekommen und eine Cd, zu der ich aber gleich komme. Alle haben gedacht es wär zu Ende, weil es halt nach Draußen ging, aber Pustekuchen.. Wir sind den Schildern gefolgt wo groß EXIT draufstand. Auf einmal haben wir gehört, dass hinter einer Tanne jemand eine Kettensäge angemacht hat. Es hat nach Benzin oder sowas in der Art gerochen. Oh meine Gott, ich glaube bis jetzt noch, dass das eine echte Kettensäge war. Und dann ist die Person uns auch noch hinterher gelaufen, ich dachte ich werd nicht mehr. Wie auch immer, dass war dann aber auch wirklich das Ende. Hier nur ein paar von vielen gruseligen Momenten.
Und wenn man sich mal überlegt, dass das hauptsächlich Schüler waren, die da geschauspielert habe- wow, das war richtig gut.

Letztes Wochenende habe ich mit meiner Gastschwester auch in einem Haunted House gearbeitet. Wir waren als gruselige Totenkopf- Menschen verkleidet und waren in einem Raum mit so einer Brücke. Drumherum lief so eine Art Säule, so dass du geacht hast, du würdest zur Seite kippen. Das war alles verstärkt mit Lichter und so weiter. Nach einer Stunde wurde mir aber dann so schlecht, dass ich mich nicht mehr darin aufhalten konnte. Dann habe ich mich einfach vor den Raum hinter einer Ecke versteckt und immer die Leute erschreckt die vorbeikamen. Och herm, eine Mann hat sich so erschrocken, dass es auf den Boden gefallen ist, aber danach hat er gelacht und meinte, dass ich einen guten Job machen würde. Ein anderes Mann meinte: 'Oweia, du siehst aus wie meine Ex- Freundin!'. Nach ganzen 3 Stunden gab es dann für höchstens 15 Minuten eine Pause, in der wir schnell etwas Essen und Trinken konnten. Danach waren wir wieder 3 Stunden in unserem Teil des Haunted Houses. Das hat auf jeden Fall auch total Spaß gemacht.

Hier in Sussex wird dann am Samstag Halloween gefeiert und wir treffen uns mit ein paar Austauschschülern um 'Süßes und Saures' sammeln zu gehen. Normalerweise ist Halloween am Montag, aber hier wird das in jedem Stadtteil anders gefeiert. Morgen (Freitag) habe ich frei, weil die Lehrer so eine Art Lehreerkonferenz haben und dann habe ich Zeit um mir mein Kostüm zu kaufen.

Sobald ich wieder etwas Zeit finde, werde ich hier ein paar Fotos hochladen um euch alles ein bisschen zu verbildlichen.

Ein ganz dickes Küsschen an alle und ein schönes Wochenende. Bis ganz bald :-)

Tuesday, 13. september 2011 2 13 /09 /Sept. /2011 00:08

Nach dem eher wenig spaßigen Bericht, schreibe ich euch jetzt mal ein paar lustige Sachen. Ich habe ja schon von Fabio viele Sachen gehört, die man hier als Deutscher so gefragt wird, aber, dass die Amerikaner wirklich so wenig über Deutschland wissen, hätte ich nicht gedacht.

Relativ am Anfang bin ich gefragt worden, ob wir überhaupt Flugzeuge hätten und dann meinte ich: ne, ich bin nach hier geschwommen. Und sprechen Deutsche eigentlich auch ein Sprache oder warst du schonmal an der Berlinermauer?Auch lustig fand ich, dass das erste was mein Gastvater zu mir gesagt hat, als wir das erstme Mal irgendwo mit dem Auto hingefahren sind war, dass er unbedingt mal nach Deutschland möchte, um dann auf der Autobahn so schnell wie möglich fahren zu können. Was ich dann nachher doch eher etwas unlustiger fand war, dass ich gefragt worden bin, wie es denn unter der Führung Hitlers war. Aber irgendwie macht mich das dann doch auch ein wenig stolz, da ich zumindest ein bisschen mehr über Amerika weiß.

An sowas sieht man aber auch, dass man immer in so Schubladen gesteckt wird und für jedes Land so Klischees hat. Aber dafür bin ich ja hier und vielleicht kann ich ein paar Leuten Deutschland ein wenig näher bringen und ihnen klarmachen, dass wir nicht auf einem anderen Planeten leben und wir eigentlich so gut wie alles, was es hier in Amerika gibt, auch in Deutschland haben.

Monday, 12. september 2011 1 12 /09 /Sept. /2011 23:24

Dieses Wochenende war leider nicht so ein freudiges Ereignis.

Am Freitag nach der Schule sind wir mit der ganzen Familie zu einer Beerdigung gefahren. Die Schwester von meiner Gastmama ist an Krebs gestorben im Alter von 47 Jahren. Eigentlich hatte ich mich Abends mit Mama zum skypen verabredet, aber da wusste ich noch nicht, was alles auf mich zukommen würde. Wir kamen also an der 'Kirche' an- also eher war es ein ganz normales Gebäude als eine Kirche- und das erste, was ich gesehen habe, war, dass an dem Tag zwei Beerdigungen zur selben Zeit sind. Wir kamen also in den Raum rein und das erste was mich geschockt hat war, dass in der Mitte des Raumes der Sarg stand- OFFEN- und alle drumherum. Alle, die zur Beerdigung gekommen waren, stellten sich in einer Reihe auf und gingen nacheinander erst an Bildern von der Verstorbenen vorbei, dann am Sarg und dann zu den Familienangehörigen, um sein Beileid auszusprechen. Da ich aber vorher noch nie in meinem Leben einen eine Woche lang toten Menschen gesehen habe, der dazu auch noch Krebs hatte, war mir das alles zu viel und ich bin erst einmal wieder raus gegangen. In der 'Kirche' war ein Buffet aufgebaut und alle haben erstmal gegessen. Daraufhin ging es weiter zur Trauerfeier, die in einem anderen Raum stattfand, der mir persönlich einer Kirche schon etwas näher kam. Da ich sozusagen mit zur Familie gehöre, haben wir uns weit nach vorne gesetzt und dir Messe fing an. Vor uns wieder der offene Sarg. Trotz dem Blumenschmuck, dem Sarg und der Bänke, fehlten doch noch ein paar Dinge, um es wie eine Messe in einer Kirche aussehen zu lassen. Wo war der Altar? Wo waren die Kreuze? Und der Pastor?... Anstelle eines Pastors kam eine Frau an das Rednerpult und begrüßte nach und nach Leute, die etwas vor alles vorgetragen haben. Meine Gastschwester hat ein Gedicht gehalten, engste Freundinnen der Toten haben lustige Geschichten erzählt, die sie mit ihr zusammen erlebt haben, eine Frau kam ab und zu immer mal wieder nach vorne um ein Lied zu singen und Familienangehörige haben auch kleine Reden gehalten. Aber es wurde kein einziges Mal gebetet. Irgendwann konnte ich mich dann auch nicht mehr zusammenreißen und habe angefangen zu weinen. Man musste Dawn (die Verstorbene) nicht gekannt haben, um die gehaltenen Reden nachvollziehen zu können. Viele Sachen gingen einem einfach nah. Da Alyssa, Kaile und ich auch noch genau hinter den zwei Söhnen (10 und 16) und dem Ehemann saßen, konnten wir natürlich genau sehen, wie sehr sich alle bemüht haben, sich zusammen zu reißen. Und wenn mir dann durch den Kopf ging, dass der eine Sohn in meinem Alter ist und ich mir dann vorgestellt habe, ich müsste an seiner Stelle da so tapfer sitzen, ich glaube ich könnte das nicht.Was ich auch noch erzählen wollte- relativ am Ende kamen zwei Matrosen rein, haben die amerikanische Flagge, die im Sarg der Toten war, genommen und auseinander gefaltet. Dann wurde draußen zwei Mal geschossen und ein Oberoffizier (oder sowas in der Art) ist reinmaschiert und hat die Flagge wieder zu einem Dreieck gefalten, dem Ehemann überreicht und ihm sein Beileid ausgesprochen. Wie auch immer, die ganze Trauerfeier hat insgesamt 7 Stunden gedauert. Für meine Verhältnisse was lang, aber von wegen letzte Ehre und sowas, war das schon völlig okay. Vorallem war es schön', dass die Kinder dann noch genügend Zeit hatten, um sich zu verabschieden.
Auch wenn das ein relativ 'schöne' und auch mal andere Trauerfeier war, hoffe ich, dass es vorerst die Letzte war.

Als wir dann wieder Zuhause waren, sind wir wieder total k.o ins Bett gefallen. Am nächsten Tag war dann die ganze Familie (plus Tanten, Onkel, Cousin,...) bei uns Zuhause und es wurde zusammen gegessen. Um dann an dem Wochenende doch noch was netteres zu unternehmen, sind Alyssa, Melissa (Freundin) und Jake (16 jähriger Sohn von Dawn) in die Kletterhalle gefahren. Abends haben dann wieder relativ viele hier geschlafen.

Ich hoffe der ganze Bericht macht euch nicht all zu viele traurige Gedanken, aber ich denke, dass wieder so eine Sache war, die mit Deutschland einfach nicht zu vergleichen ist. Und da ich euch sowieso so viel wie möglich an meinem Leben hier in Amerika teilhaben lassen möchte, war das doch eine gute Sache.

  Ich schicke euch ganz liebe Grüße und hoffe ihr schreibt mir weiterhin fleißig, denn ich freue mich über jeden lieben Gruß von euch :-)

Monday, 5. september 2011 1 05 /09 /Sept. /2011 22:01

Hallo :-)
Angekommen in der Gastfamilie!

Der erste Eindruck war eigentlich total gut. Wir haben uns mit Umarmungen begrüßt und uns so gut es ging auf Englisch unterhalten. Jetzt bin ich ja schon gut 2 Wochen hier und mein erster Eindruck bleibt bestehen.

Dafür, dass ich vor meinem Aufenthalt hier in Amerika immer wieder gesagt bekommen habe, dass die Amerikaner doch sehr streng sind und ich wahrscheinlich auch unter strengen Regeln hier leben müsste, merke ich davon doch relativ wenig. Meine Gastmutter fragt zwar vor jedem Essen: Habt ihr euch auch alle die Hände gewaschen? und Ihr wisst ja, dass ihr erst etwas Salat essen müsst, ne? Aber darauf sagen wir dann einfach nur JA und damit hat sich das auch schon und das kann man nun wirklich nicht als streng bezeichnen. Hier gibt es weder strikte Uhrzeiten, wann man zu Hause sein soll, noch irgendetwas, was ich zu Hause in Deutschland anders machen würde.

Sätze wie 'Du kannst dich wie zu Hause fühlen' und 'Es ist schön, nun 3 Töchter zu haben' machen das Leben hier schon viel einfacher und ich kann wirklich sagen, dass ich mich hier schon ein wenig heimisch fühle.

Da ich mir ja das Zimmer mit meiner gleichaltrigen Gastschwester Alyssa teile, verstehen wir uns am Besten. Wir unternehmen super viel mit Freunden, machen Fahrradtouren und quatschen Abends immer noch, bevor wir schlafen gehen. Mit meinem Gastvater Gary und meiner kleinen Gastschwester Kaile spielen wir immer Fußball und verbringen viel Zeit draußen.

Jetzt hat vor ein paar Tagen auch schon die Schule angefangen und ich habe den Alltag kennengelernt.

Meine Schule hat zwar ca. genauso viele Schüler wie das HGG (ungefähr 1000), aber das ist einfach nicht zu vergleichen. Die Schule hier ist mindestens doppelt so groß und dementsprechend gibt es auch mehr Klassen.

Mein Stundenplan:

1. Semester

1. World Culture Honors

2. Total Body Conditioning

3. Spanish I   -> Lunch

4. Communciation Arts 11 (wie Deutschunterricht nur auf Englisch)

5. Concert Choir

 

2. Semester

1. Algebra

2. Biology

3. French IV  -> Lunch

4. Communication Arts 11

5. Concert Choir

 

Zwischen den einzelnen Stunden habe ich dann 10 Minuten Zeit, um zum nächsten Klassenraum zu kommen. Ich habe mir so gedacht, okay, wenn ich am HGG 5 Minuten Zeit hatte, um den Klassenraum zu wechseln, werde ich dass in 10 Minuten ja wohl locker schaffen. Aber Pustekuchen, ich schaffe es vielleicht gerade mal rechtzeitig. Sobald es gongt, strömen Millionen von Menschen auf die Gänge und ich hab nach zwei Schritten schon keine Ahnung mehr, wo ich bin und wo ich überhaupt hinmuss. Aber ich glaube das legt sich spätestens nach ein paar Wochen, da ich ja jeden Tag die selben Stunden habe und auch in den gleichen Räumen unterricht habe.

Auch wenn das alles aufregend und neu für mich ist, ist das nun fast schon ein geregelter Alltag für mich.

Und auch wenn meine Gastfamilie sich so sehr bemüht, dass ich mich wie zu Hause fühlen kann, vermisse ich euch alle da drüben total und freue mich jetzt schon riesig auf euch nächstes Jahr.

Ein dickes Küsschen aus dem sonnigen Sussex und bis bald :-)

Monday, 5. september 2011 1 05 /09 /Sept. /2011 21:27

Hallo ihr lieben,

hier nun mein erster Brief aus Amerika!

In Chicago angekommen, ging es auch schon gleich weiter zum Hotel. Auf Grund der 7 Stunden Zeitverschiebung, fielen wir alle erstmal total k.o ins Bett. Am nächsten Tag ging es dann auch schon recht früh los in die Stadt. Sowas riesiges habe ich glaube ich noch nie gesehen. Die Skyline von Chicago war einfach umwerfend. Natürlich hatten wir super Wetter (30- 35°), was den Tag dann noch mehr versüßt hat.

Als wir dann wieder zurück im Hotel waren, haben wir Kennenlernspiele mit den anderen ca.60 Austauschschülern gespielt. Viele Länder waren vertreten: Brazilien, Indonesien, Belgien, Spanien, Frankreich und natürlich Deutschland.

Es hat super viel Spaß gemacht, neue Leute kennenzulernen und sich auf Englisch zu unterhalten.

Am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder relativ früh weiter zur Gastfamilie.

Wilkommen

 

Hier könnt ihr in den nächsten Wochen und Monaten verfolgen, was ich in den USA so treibe...

Ich freue mich immer riesig über Kommentare und Grüße von Euch!

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